
Bewegt im Park 22.6.2026
Heute machen wir die Lektion “Die Beckenuhr”. Sie ist eine der grundlegendsten und zugleich wirkungsvollsten Lektionen in der Feldenkrais-Methode. Sie dient als „Fundament“ für die Beweglichkeit des Beckens und die Integration der Wirbelsäule. Die Beckenuhr ist wie ein „Reset-Knopf“ für das Zentrum des Körpers. Sie macht das Becken zu einem flexiblen Dreh- und Angelpunkt, der Bewegung effizient durch den gesamten Organismus leitet, statt sie in der Wirbelsäule zu blockieren.
Viel Spaß beim Nachhören und Nachspüren!
Die Lektion hilft dabei, die komplexen und oft unbewussten Verknüpfungen zwischen Becken, unterem Rücken, Wirbelsäule und sogar den Augen und dem Nacken zu „entwirren“. Man lernt, das Becken präzise in alle Richtungen zu bewegen (vor, zurück, seitlich und in die Zwischenpositionen), ohne den Rest des Körpers unnötig mit anzuspannen.
Durch das spielerische Erforschen der „Ziffernblatt-Positionen“ (12, 3, 6, 9 Uhr) wird die Flexibilität der Lendenwirbelsäule deutlich erhöht. Verspannungen im unteren Rücken, die oft durch eine feste oder „festgehaltene“ Beckenstellung entstehen, können sich lösen, was zu einem müheloseren, aufrechteren Stand und Gang führt.
Viele Menschen halten im Alltag unbewusst Spannung im Bauchraum oder Beckenboden fest. Die Beckenuhr lehrt das Nervensystem, überflüssige Anstrengung (die sogenannte „parasitäre Aktivität“) loszulassen. Dies führt zu einer tieferen, freieren Atmung, da das Zwerchfell weniger Widerstand erfährt.


